Die geschichtliche Entwicklung digitaler Zivilcourage zeigt, warum Menschen seit 2016 online Haltung zeigen mussten. Als der Hass auf Social Media spürbar zunahm und Betroffene immer häufiger allein gelassen wurden, entstand weltweit das Bedürfnis, dem etwas entgegenzusetzen.
Auch #ichbinhier ist aus genau diesem Moment heraus entstanden. Inspiriert von einem internationalen Vorbild gründete Hannes Ley die Gruppe, weil klar wurde: Schweigen darf nicht die Antwort auf Hass im Netz sein. In einem Interview mit der Roland-Berger-Stiftung erklärt Ley, wie der Einsatz gegen Hass im Netz für ihn eine demokratische Notwendigkeit ist. Viele Menschen teilten diese Ansicht – und schlossen sich zusammen, um Betroffenen sichtbar beizustehen und demokratische Debatten zu schützen.
Über die Jahre haben wir gelernt, was dieser gemeinsame Mut bewirken kann – und wie aus einzelnen Stimmen eine solidarische Gemeinschaft entsteht. Diese Entwicklung ist kein abgeschlossener Prozess. Wenn engagierte Menschen verstummen, entsteht eine Leerstelle: weniger Widerspruch, weniger Unterstützung, weniger Menschlichkeit im Netz.
Deine Spende hilft, dass digitale Zivilcourage bleibt. Damit Menschen weiter Haltung zeigen können – gegen Hass, für Zusammenhalt.